Autor: Martin

  • Einbrecher schickt Grüße an Polizei

    Auch als Einbrecher hat man unter Diskriminierungen zu leiden, besonders wenn das Strafmaß nicht mit den begangenen Diebstählen übereinstimmt. Ein Mehrfachtäter ist eine Person, die wiederholt Straftaten begeht. Es ist ein Begriff, der verwendet wird, um jemanden zu beschreiben, der mehr als einmal straffällig geworden ist. Im Gegensatz dazu wird ein Ersttäter nur einmal straffällig. Mehrfachtäterschaft kann sich auf verschiedene Arten von Straftaten beziehen und kann auch als Rückfall- oder Wiederholungstäter bezeichnet werden, so beschreibt es die KI (Künstliche Intelligenz). Unser Fall stammt noch aus der guten alten Zeit.Der Einbrecher Georg Jakob Hepperle aus der Sigmaringer Kreis Gemeinde Vilsingen, der von der Großen Strafkammer des Landgerichts Hechingen im Juni wegen 103 Einbruchsdiebstählen zu sieben Jahren Zuchthaus und Sicherheitsverwahrung verurteilt worden war, hat der Hechinger Kriminalpolizei nach seiner Flucht wieder einmal einen Gruß mit der Post ins Haus geschickt. Es ist nicht das erste mal, dass sich der 40 Jahre alte Einbrecher auf diese Weise in Erinnerung bringt. Wenige Tage nach seinem Ausbruch aus dem Hechinger Gefängnis hatte er den evangelischen Pfarrer, der nur wenige Meter vom Gefängnis entfernt wohnt, einen nächtlichen Besuch abgestattet, und einige Tage danach schickte er der Kriminalpolizei eine erste Ansichtskarte aus dem Augsburger Raum. Kurz danach traf auch bei seiner Ehefrau ein Paket mit persönlichen Gegenständen aus derselben Gegend ein, das den Absender trug: „Georg ist weg.“ In seinem neuen Brief an die Hechinger Kriminalpolizei beklagte sich Hepperle über das hohe Strafmaß und kündigte an, das er in wenigen Stunden in die Sowjetzone (Ausdruck für ehemalige sowjetische Besatzungszone) flüchten werde. Polizei und Staatsanwalt meinen, dass Hepperle mit dieser Bemerkung die Ermittlung in eine falsche Richtung leiten wollte. Man hält es für möglich, dass zahlreiche Einbruchsdiebstähle, die in der letzten Zeit aus Nordbayern und Augsburg gemeldet wurden, mit dem Aufenthalt des Vilsinger Einbrechers in dieser Gegend zusammenhängen. Bei den 103 Einbruchdiebstählen, wegen der er verurteilt worden war, hatte Hepperle Gegenstände im Gesamtwert von 100.000 Mark erbeutet. Sie konnten zum großen Teil sichergestellt werden.

    26.09.1957

    Gerd Fröbe
  • Was passiert wenige Minuten nach dem Tod eines Menschen

    Es kommen die Fliegen, sie werden durch Substanzen wie Cadaverin oder Putrescin die der tote Körper verströmt angelockt, grob gesagt durch Abbau von Aminosäuren. Nach den Fliegen lassen sich weitere Insekten auf dem Leichnam nieder.

    Manche fressen an ihm, die meisten aber legen nur Eier ab und stellen so die Versorgung ihres Nachwuchses mit Nahrung sicher. Aus den Eiern schlüpfen Larven, die ganz anders aussehen als die erwachsenen Tiere. Von den Larven ernähren sich später hinzukommende Insekten. Anhand einer Untersuchung der Insekten und Larven, die eine Leiche besiedelt haben, können forensische Entomologen (Insektenkundler) den Todeszeitpunkt bestimmen. Schmeißfliegen kommen zuerst, nach vier bis sieben Tagen folgen bestimmte Käfer(Kurzflügler), danach Wespen. Nach acht bis zehn Tagen finden sich Ameisen, Schaben und andere Käfer ein.Kleidermotten gehören zu den letzten Besuchern. Als allgemeine Regel gilt, wenn nur Eier vorhanden sind, ist der Tod in den letzten 24 Stunden eingetreten. Finden sich dagegen geschlüpfte Insekten, liegt der Tod etwa zwei bis drei Wochen zurück.

    Maden erzählen Geschichten

    18 Tage nach dem verschwinden eines Mannes fand man in einem ausgebrannten Auto seine verkohlte Leiche. Sie wurde auf der Body Farm der Universität Tennesee untersucht. Am Körper fanden sich Maden, die man anhand der Größe und Gewicht auf ein Alter von zwei Tagen schätzte. Im Gehirn der Leiche entdeckte man tote Maden, die sich etwa 14 Tage entwickelt haben mussten, bevor sie im Feuer umkamen. Man schloss daraus, dass der Mann kurz nach seinem verschwinden getötet worden war. Zwei Wochen danach hatte der Täter versucht die Tat zu vertuschen, in dem er die Leiche in ein Auto setzte und Feuer legte. Der abgekühlte Körper wurde erneut von Insekten besiedelt.

    https://home.benecke.com

  • Der ungelöste Mord am Rotlicht-König aus der Oberpfalz

    Einst erschütterte ein Skandal um den Stripteasclub Fortuna Bar die Oberpfälzer Stadt Weiden. Schlagzeilen wie „In Hamburg verboten – in Weiden geboten“ oder „Jeder echte Bayer geht zum Klankermeier“ machten weithin die Runde. Gäste aus nah und fern strömten Nacht für Nacht in das Lokal, das für seine extrem freizügigen Darbietungen bekannt war. In den späteren 70iger Jahren verlegte Walter Klankermeier seine  Aktivitäten in die Judengasse und eröffnete dort das „Klanki“ – ein Tanzlokal. Im Juni 1982 verschwand Walter Klankermeier von dort spurlos. Zwei Monate später wurde seine Leiche in einem abgelegenen Waldstück gefunden. Bis heute ist der Mord an dem einstigen Nachtclubbesitzer ungeklärt!

    https://www.weiden-tourismus.info/fuehrungen/gruppenfuehrungen/klankermeier-fuehrung

    Er brachte „Sex & Crime“ nach Weiden: Walter Klankermeier warb mit dem „härtesten Striptease außerhalb von St. Pauli“ um Kunden und wurde schnell zum mehrfachen Millionär. Die Gerüchteküche in der beschaulichen Oberpfälzer Kleinstadt brodelte, als der schillernde Rotlicht-König am 14. Juni 1982 plötzlich verschwand. Rund zwei Monate später fand man Klankermeiers Leiche mit einer Kugel im Herzen.

    www.youtube.com/watch?v=JUI44rlb9TQ

  • Die Körpersprache des Menschen entschlüsseln

    Bisher bin ich nur oberflächlich zum lesen des Buches „Menschen lesen“ von Joe Navarro gekommen. Das Buch hat mich erschreckt, kann es wirklich so einfach sein? Kann man durch eine Reihe hypothetischer Fragen herausfinden ob der Tatverdächtige gegenüber bei der erwähnten Mordwaffe unbewusst die Augenlider senkt und sie solange geschlossen lässt, bis die nächste Waffe erwähnt wird. Was ist nonverbale Kommunikation? Gibt es verräterische Körpersignale? Heutzutage sind Wissenschaftler durch Gehirn-Scanning und Neuroimaging in der Lage Verhaltensweisen zu bestätigen. Ob man Zeit und Energie investiert Joes Lehren in den Alltagsprozessen umzusetzen bleibt jedem selber überlassen. Ob man seine Freundin, Lebenspartnerin oder Frau dadurch besser versteht bezweifle ich, aber wenn es so ist, müsste die Scheidungsrate signifikant sinken. Ich wünsche ihnen viel Spaß und eine Priese Humor beim lesen.

    Wie man Menschen liest wie ein offenes Buch – Ein solches Buch über Körpersprache hat es noch nie gegeben: geschrieben von einem FBI-Agenten, dessen Aufgabe es 25 Jahre lang war, Spione, Mörder und Verbrecher anhand ihrer Körpersprache zu entlarven. Denn nur 20 Prozent unserer Kommunikation laufen über das gesprochene Wort. Wir kommunizieren also zu 80 Prozent nonverbal und unbewusst. Der international anerkannte Experte Joe Navarro erklärt exakt, wie man sein Gegenüber durchschaut, wie man Gefühle und Verhaltensweisen präzise entschlüsselt, Fallstricken ausweicht und souverän Körperhaltung und Mimik entlarvt, die in die Irre führen sollen. Von Kopf bis Fuß werden Gesten, Haltung und Mimik unter die Lupe genommen und nach dem neuesten Stand der Forschung analysiert.

  • Ein neunfacher Raubmord aus Varpalota in Ungarn

    Am 22.Oktober 1881 wurde in Varpalota im Komitat Veszprém von unbekannten Tätern die siebenköpfige Familie Gold und zwei Dienstboten ein Raubmord verübt. Als man Tags darauf die Wohnung öffnete fand man in der Küche die 16 jährige Magd Marie Nemes und die Amme Barbara Holonics in ihrem Blute liegen; ihre Hände waren auf den Rücken gebunden und beide Opfer röchelten noch leise. In einem anderen Zimmer fand man drei Leichname. Der 56 jährige Vater Kaspar Gold, lag mit dem Gesicht zur Erde, die Hände gleichfalls auf den Rücken gebunden. Der Kopf war gespalten und auch das Gesicht wurde durch Messerstiche verstümmelt. Neben ihn lag seine 46 jährige Frau, auch ihr Kopf wies schwere Verletzungen auf, die Frau lebte noch und gab noch Lebenszeichen von sich. Auf einem Bett liegend fand man die vierzehnjährige Tochter Julie mit vollkommen zerschmetterten Kopf. Neben dem Fenster fand man die Wiege des Eineinhalbjährigen Sohnes Franz. Das Kind wurde ich muss es leider schreiben, kannibalisch ermordet, die Gliedmaßen waren vom Körper getrennt und der Kopf von einer Axt zerschmettert. Im Zimmer lagen Wertsachen zerstreut und die Kästen waren erbrochen. Die Räuber hatten alles Bargeld mitgenommen, jedoch die Wertpapiere und Preziosen auf dem Tisch zusammengelegt und zurückgelassen. In einem anderen Zimmer fand man einen 86 jährigen Mann der erdrosselt und dessen Hirnschale zertrümmert wurde. Auch dessen neunjährige Enkel der im gleichen Zimmer schlief war unvorstellbar zugerichtet worden, auch er gab noch schwache Lebenszeichen von sich. Die Amme war derart verstümmelt gewann aber kurz das Bewusstsein wieder und konnte nur so viel sagen, dass zwei Männer mit Pistolen und Äxten bewaffnet ins Haus eingedrungen seien. Sie konnte aber keine Beschreibung der Täter mehr abgeben. Im selben Haus wohnten auch noch ein Bäckermeister samt seiner Gehilfen und vor Beginn der Nachtarbeit schliefen und nichts mitbekamen.

    Die Bluttat verbreitete Entsetzen und Schrecken in der Umgebung.

  • Drei Morde an einem Nachmittag

    Am 11. Mai 1946 machte sich die Gastwirtstochter Irmgard Helmberger, 22 Jahre alt, mit dem Fahrrad auf den Weg von Kammer nach Traunstein, um ihren Verlobten vom dortigen Bahnhof abzuholen. Sie wurde auf ihrem Weg von einem bis heute Unbekannten überfallen, mehrfach vergewaltigt, beraubt und mit einem Kopfschuss ermordet. Der Täter erschoss im Anschluss auf gleiche Weise den Jungbauern Josef Huber, welcher offensichtlich Zeuge der Tat geworden war. Des Weiteren schoss der Täter kurze Zeit später – mit einer Waffe vermutlich tschechischen Ursprungs – auf den Litauer Romualdas Libus, der als Displaced Person im Lager in Traunstein untergebracht und mit dem Rad zu einem Freund nach Kammer unterwegs war, und verletzte diesen. Jedoch gab es noch ein Opfer an diesem Blutvormittag, nämlich Anna Renz, auch sie mit dem Fahrrad unterwegs. Der Mörder, der anschließend mit ihrem Radl floh, hatte auch diese junge Frau mit einem Kopfschuss aus kurzer Entfernung umgebracht. Neben der Traunsteiner Polizei schaltete sich auch die amerikanische Militärpolizei in die Ermittlungen ein, da man zunächst einen der Displaced Persons als Täter vermutete. Bald kamen auch andere in den Fokus der Ermittler, selbst ein Polizist wurde verdächtigt. Jedoch wurde der dreifache Mord bis heute nicht aufgeklärt, er wird wohl ein Cold Case bleiben.

    Der Schrecken nahm kein Ende

    Polizist als Mörder?