Hinterkaifeck — Bäcker Lang

image 1

Peter Lang wurde am 14.12.1881 in Manch­ing geboren, am 20.02.1954 ver­starb er in Waid­hofen. Peter Lang war zur Zeit der Morde in Hin­terkaifeck Bäck­er­meis­ter in Waid­hofen. Der Bäck­er- Laden war Haup­tum­schlag­platz für die neusten Nachricht­en und Gerüchte im Mord­fall Hin­terkaifeck.

image 2

Hier der Link zum Artikel von Ste­fan Jörg.

Erst am 05. April, fünf Tage nach­dem das Ver­brechen geschah, brin­gen die Zeitun­gen die ersten Mel­dun­gen von dem sechs­fachen Mord in Hin­terkaifeck. Bis von Augs­burg und Ingol­stadt kom­men Men­schen. Die Städter staunen über die riesen­großen Fäss­er mit eingepökel­tem Fleisch, die Schmalztiegel und Eiertöpfe der Bäuerin. Wo doch zu dieser Zeit in der Stadt das Pfund Brot vier Mark und der Liter Milch zwis­chen sechs und acht Mark kostete.

Dabei liefen sie auch über die Felder was den Unmut der Land­wirte her­vor­rief. Dann gab es noch den Met­zger Strass­er aus München, der den Haus- und Hofmet­zger Kas­par Wen­delin der Hin­terkaifeck­er als Konkur­renz gerne loswer­den wollte.

Von dem Bäck­er Lang in Waid­hofen habe ich (Anmerkung: Strass­er) in der Reger‘schen Wirtschaft erfahren bzw. Lang hat es dort öffentlich erzählt, dass Kas­par Wen­delin nach dem Morde bei ihm einige Dop­pelzent­ner Mehl mit Goldgeld bezahlt hat. Auch ist dort jet­zt über­all bekan­nt, dass Kas­par Wen­delin sein­er Tochter die Auss­teuer in Schroben­hausen glaublich bei Schuh­beck gekauft hat und eben­falls mit Goldgeld bezahlte.

Der 19 jährige Gütlerssohn Wen­delin Kottmeier in Waid­hofen brachte mir im Herb­ste v.J. etwa 80 Pfund Weizen, die er seinem Vater entwen­det hat­te, in meine Woh­nung in Waid­hofen. Diese 80 Pfund Weizen­verkaufte ich an den Bäck­er­meis­ter Lang in Waid­hofen um 210 Mark, die wir zu gle­ichen Teilen unter uns teil­ten.

Quelle; Karl Bich­ler, 04.05.1922

Weit­ers erfuhr ich vom Bäck­er­meis­ter Peter Lang in Waid­hofen, dass K. Bich­ler den Bauern Wal­ter in Kop­pen­bach Schafe gestohlen habe. Dies hat er dem Lang auch zuge­s­tanden.

Quelle; Michael Bich­ler, 26.04.1922

So sagte ins­beson­dere der led. Met­zger Andreas Kas­par von
Waid­hofen, 25 Jahre alt, ein­mal in der Woh­nung des Bäck­er­meis­ters Lang in Waid­hofen, “Ich tät schon wis­sen, wo die Hin­terkaifeck­er ihr Geld haben“. Das ich jeman­den darum ersucht hätte, mit mir das
Geld in Hin­terkeifeck zu stehlen, entspricht nicht den Tat­sachen.

Quelle; Karl Bich­ler, 04.05.1922

Schade, dass nie­mand auf die Idee kam ein Tage­buch zu schreiben.

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert