Bankhaus Kugler

Der vor einiger Zeit flüchtig gemeldete Bankier Kugler von hier hat sich am Freitag in München der Polizei gestellt. Kugler, der unter Mitnahme bedeutender Beträge scheinbar in der Absicht, ins Ausland zu fliehen, nach Bad Tölz fuhr, sich aber jetzt stellte, gab als Beweggrund an, dass er sich in seinem Geschäft nimmer auskannte. Das Bankgeschäft Kugler ist in Konkurs getreten. Die Aussichten für die Gläubiger sind sehr gering, da nennenswerte Vermögensstücke nicht vorhanden sind. Am meisten geschädigt ist die Bayerische Vereinsbank, welche Kugler Wertpapiere für einige Milliarden in Kommission überließ.

Die Geschichte vom Bankhaus Kugler spielt 1923, ein Jahr nach Hinterkaifeck. Es fallen mir einige Dinge auf, warum fuhr er nach Bat Tölz? Er hätte doch die Grenze bei Kufstein locker mit dem Zug erreicht. Stattdessen fährt er nach Bad Tölz. War er vielleicht beim Bund Oberland und was hat den Konkurs ausgelöst? Er kannte sich in seinem Geschäft nicht mehr aus, ein Bankier? Als ich den Namen Bayerische Vereinsbank las, war mein erster Gedanke, Hauptfinanzier der bayerischen Einwohnerwehr. Was für Zufälle. Kugler kennt sich nicht nur im Wertpapierhandel aus, er kennt sich auch in Steuerangelegenheiten aus. Kugler war zum Tatzeitpunkt erst 27 Jahre alt, etwas jung um ihm Wertpapiere ohne Sicherheiten in Kommission anzuvertrauen und war er allein?

  • Einige Tage nachdem der Raubmord in Hinterkaifeck entdeckt wurde, saß ich in der Kugler-Wirtschaft in Schrobenhausen.

Eine Kugler – Wirtschaft gab es auch noch, das musste doch mit dem Teufel zu gehen, wenn da nicht noch mehr war. Also Zeitungsberichte durchforsten und auf Auffälligkeiten achten und ich wurde fündig.

Dillingen. Durch Feuer ist die Kunstwollfabrik Gebrüder Kugler vollständig zerstört worden. Die Fabrik sowie das Wohngebäude wurden in Schutt und Asche gelegt. Das ganze Mobiliar und sämtliches Eigentum des Besitzer mit Ausnahme der Bücher ist verbrannt. Der Schaden wird auf eine halbe Million geschätzt. Das Anwesen war zu 370.000 Mark versichert. Die Entstehungsursache des Feuers ist noch nicht bekannt.

Was ist den da passiert, eine Kunstwollfabrik fliegt in die Luft, sofort war ich überzeugt, ein geheimes Waffen- und Munitionslager ist in die Luft geflogen und das ganze vor der Ermordung der Hinterkaifecker. Hatte Andreas Gruber etwa an die interalliierte Militärkommission in München geschrieben. Er hat nämlich kurz vor seiner Ermordung auf einen Brief gewartet. Dann vielen mir noch die ungarischen Eisenbahnaktien ein. Die müssen über Dillingen Waffen und Munition nach Ungarn verschoben haben, ich war begeistert, das ist die Lösung, dass ist dass Geheimnis von Hinterkaifeck und du hast es gelöst. Dann kam der Dämpfer, es handelt sich nicht um Dillingen sondern um Villingen und dazwischen liegen über 180 km, und wieder alles auf Anfang.


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